Lokale Aktionsgruppe Landkreis Hof e.V.

Was ist LEADER?

"LEADER für Einsteiger" Kurzfilm (3 min.)               
"LEADER für Einsteiger" Kurzfilm (3 min.)
Quelle: www.netzwerk-laendlicher-raum.de/leader/
"Einblick in das LEADER-Regionalmanagement" Kurzfilm (4 min.)
"Einblick in das LEADER-Regionalmanagement" Kurzfilm (4 min.)
Quelle: www.netzwerk-laendlicher-raum.de/leader/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Abkürzung LEADER steht für "Liaison Entre Actions de Développement de l ’Economie Rurale" und bedeutet „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

LEADER wurde 1991 von der EU als sogenannte Gemeinschaftsinitiative eingeführt, die im Rahmen der EU-Strukturfonds gefördert wurde. Insgesamt kam diese Gemeinschaftsinitiative bislang in vier Förderzeiträumen zur Umsetzung:
Als LEADER I (1991-1993), LEADER II (1994-1999), LEADER+ (2000-2006) und LEADER in ELER (2007-2013).


Seit dem Förderzeitraum 2007-2013 wird LEADER nicht mehr als eigenständige Gemeinschaftsinitiative der EU umgesetzt, sondern ist Bestandteil des neu geschaffenen Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Dieser vereint alle bisherigen Förderinstrumente für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum in der EU. Ziel des ELER ist die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums in der EU.



Der ELER strukturiert sich in vier Achsen, drei vertikalen Achsen als fachliche Entwicklungs- und Förderachsen, die als Förderbereiche selbstständig nebeneinander stehen und der LEADER-Achse als horizontale Achse, übergreifend auf alle Achsen.

Die Entwicklungsziele der Achsen im ELER sind folgendermaßen definiert:

Ziel Achse 1:
Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft, im Ernährungsgewerbe und in der Forstwirtschaft.

Ziel Achse 2:
Verbesserung der Umwelt und der landschaftlichen Aspekte des ländlichen Raums (u.a. NATURA 2000) - sie fasst die "Agrar-Umweltmaßnahmen" zusammen.

Ziel Achse 3:
Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaftsstruktur.

Ziel Achse 4: - LEADER-Achse
Sie wird als Methode für die Umsetzung in den drei vertikalen Achsen angewendet und eignet sich besonders für die Achse 3 und teilweise auch 2.

LEADER ist ein gebietsbezogener Entwicklungsansatz, der auf dem Grundgedanken aufbaut, dass jede ländliche Region eigene Besonderheiten und Potenziale besitzt, die es als Chance für ein eigenständiges Profil und eine stärkere Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region zu entdecken und zu entwickeln gilt. Eine Voraussetzung für das Aufgreifen solcher Chancen ist eine breite Beteiligung privater wie öffentlicher regionaler Akteure. Hierzu ist die Mobilisierung regionaler Eigeninitiative gefragt. Die Akteure entwickeln unter Anleitung erfahrener Moderatoren gemeinsam eine Strategie, wie regionale Entwicklungspotenziale gefunden und genutzt werden können. Die strategischen Leitbilder und Entwicklungsziele werden in einer Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) dargestellt.

Um die gemeinsam erarbeiteten Entwicklungskonzepte mit Hilfe strategiebezogener Projekte umzusetzen, erhalten ausgewählte LEADER-Regionen Fördermittel der EU.


Kernelemente des LEADER-Ansatzes:

(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Mit dem EU-Programm LEADER unterstützt Bayern seine ländlichen Regionen auf dem Weg einer selbstbestimmten und eigenständigen Entwicklung.

LEADER ist ein bewährtes Instrument zur Förderung innovativer Ideen und Projekte, die maßgeblich zur Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes beitragen. Prägende Elemente von LEADER sind Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung – ganz nach dem Motto: Bürger gestalten ihre Heimat!

Eine zentrale Rolle bei LEADER spielen die Lokalen Aktionsgruppen. Sie sind zuständig für die Erarbeitung und Umsetzung der Entwicklungsstrategie in ihrer Region – einschließlich der Auswahl der Projekte, die über LEADER gefördert werden sollen.

Weitere Hintergrundinformationen, Rechtliche Grundlagen, Ansprechpartner für die Antragstellung sowie die jeweils aktuellen Merkblätter und Formulare finden Sie hier auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.